Wer sich auf die
entsprechenden Webseite der Bundespolizei in
Sachen Trickdiebstahl begibt, könnte den Glauben an das Gute im
Menschen verlieren. Besonders „gut“ gefällt mir der
„Hochhebetrick“: „In einer Gaststätte oder Bar behauptet der
Taschendieb das Gewicht des Opfers genau schätzen zu können.
Während der Taschendieb sein Opfer umklammert und es hochhebt,
entwendet der Komplize die Geldbörse.“ Auch nicht schlecht - und
vielleicht in Sachen Techno nicht uninteressant, ist der so
genannte „Nachtschwärmer-Trick“ - da geht’s im Zug zur Sache!
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Schlüsselworte: Club, Raub
Ich bin mir ziemlich sicher, dass
David
Guetta schuld ist. Schuld daran, dass
Simon
Cowell eine TV-Show plant, in der „The World’s Greatest DJ“
gesucht wird. Simon Cowell, das ist der, der bei Britain’s Got
Talent, The X Factor und American Idol in etwa die gleiche Rolle
spielt oder gespielt hat wie Dieter Bohlen bei DSDS und der in
seiner Heimat England noch ein bisschen mehr verachtet wird als
Bohlen bei uns, was daran liegen dürfte, dass in Großbritannien
Popmusik noch was bedeutet. Cowell jedenfalls sagt, DJs seien die
neuen Rockstars.
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Schlüsselworte: DJ
So also fängt das neue Jahr an: Mit Agonie und Antriebslosigkeit.
Dagegen hilft nur Schein-Enthusiasmus und Selbstzwang. Und die
führen zu diesem Artikel, der so tut, als würde er sich richtig
aufregen, dabei arbeitet er sich nur ein wenig an Belanglosigkeiten
ab. Trotzdem Lust auf Weiterlesen? Aber ich habe euch gewarnt!
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Schlüsselworte: Klangspektrum, Florian Meindl
Es gab in diesem Jahr viele kleinere Themen in der Musik – und ein
großes, das den Diskurs bestimmt hat: Die Retrofixiertheit der
Popmusik. Hat sich ja auch der Technoarm
schon mit
beschäftigt. Der britische Musikjournalist Simon Reynolds ist
dafür verantwortlich, er hat das entsprechende Buch dazu
geschrieben: Retromania. Und mit ihm konnte ich jetzt zum
Jahresende endlich persönlich sprechen.
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Schlüsselworte: Retromania,
Simon Reynolds
Den Tod von Amy Winehouse einmal beiseite gelassen, gab es 2011 in
der Musik vor allem ein Thema: die Retrofixiertheit der Popmusik.
Auslöser der Debatte: Der Musikjournalist Simon Reynolds mit seinem
Buch „Retromania“. Darin beklagt er, dass der Popmusik das
Vorwärtsmoment, das Progressive abhanden gekommen sei und sich
viele Musiker nichts neues mehr einfallen ließen, sondern nur noch
die Vergangenheit zitierten oder kopierten. Und woran kann man das
vielleicht am besten sehen? Am endlos scheinenden 80er Revival:
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Schlüsselworte: 80er
Ich habe noch nicht durchschaut, wer oder was „
Abriss Techno“ ist
- eine Band, eine Bewegung, ein Kollektiv oder ein
Aufkleber-Verteil-Club? Vielleicht ein bisschen von allem? Dieses
Plakat hier jedenfalls wird durch den „Abriss Techno“-Aufkleber
erst zu einem Dokument von wahrer Bedeutung. Harald Wolf, bis vor
kurzem noch Wirtschaftssenator in Berlin, macht Werbung für sich,
aber die Demontage steht ihm schon auf den Mund geschrieben. Und so
kam es dann ja auch, jetzt haben die Linken in Berlin erst einmal
nichts mehr zu melden, die parteilose Frau von Obernitz nimmt
seinen Platz ein. Abriss halt.
Schlüsselworte: Abriss
Techno
Das „Berghain“ und seine Türsteher waren hier im Technoarm
schön öfter Thema.
Jetzt gibt es Neues, man kann sich nämlich die Frage beantworten,
wie die Menschen, die nicht ins „Berghain“ reinkommen, also an der
Tür abgewiesen werden, aussehen! Der Tagesspiegel hat die, die es
nicht in den Club hineinschafften,
einfach fotografiert. Bei einigen Fotos bilde
ich mir ein zu wissen, warum es nicht geklappt hat. Bei anderen
kann ich nur raten. Die Vermutungen der Abgewiesenen, warum sie
nicht reindurften, sind meiner Ansicht nach aber fast immer falsch.
Und zum Trost: Abgewiesen werden ist nicht schön, aber wer noch nie
an einer Club-Tür abgewiesen wurde, hat eine wichtige Erfahrung
verpasst, so viel ist sicher.
Schlüsselworte: Berghain,
Türsteher
„Auf dem Fahrrad zur Arbeit – und einen Benz in der Tiefgarage. Ein
Twitter-Account - aber Angst vor Spionage“ – die aus Rostock
stammende, mittlerweile in Berlin wohnende Band „
Supershirt“ hat
Schwierigkeiten mit deutschen Befindlichkeiten. Auch auf ihrem
neuen Album „Kunstwerk“: Dröhnende Beats treffen auf plakative
Parolen – wie zum Beispiel: „Verlass die Stadt.
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Schlüsselworte: Supershirt
Ein paar Monate noch, dann wird
Paul van Dyk, weltbekannter DJ und Produzent
elektronischer Musik aus Berlin, 40. Natürlich gibt es für DJs,
noch dazu für so erfolgreiche wie ihn, ein Leben danach. Aber klar
ist: der in Eisenhüttenstadt als Matthias Paul geborene van Dyk
sucht nach neuen Aufgaben. In letzter Zeit sah man ihn in
Talkshows, bei
Anne Will und
Kurt Krömer und auch in einer von Berlins
Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit zusammengerufenen
Kreativrunde tauchte er kürzlich auf. Das aktuelle Projekt von Paul
van Dyk aber ist Radio. Nicht als Moderator, da ist er schon seit
langem einmal die Woche bei der RBB-Jugendwelle Fritz zu hören,
sondern als Macher: „Ich glaube, dass Berlin einen Sender braucht,
der die verschiedene Facetten der elektronischen Musik
widerspiegelt“, sagt er am Telefon. Er ist in England.
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Schlüsselworte: Paul van
Dyk, Sunshine Live, Radio
Manchmal holt einen die Vergangenheit wieder ein. Neulich bekam ich
von
Jan Schimmang, der nicht nur in Sachen Musik,
sondern auch in Mode ein echter Auskenner ist, eine Mail. Er fragte
nach, ob ich nicht über meine Rockabilly-Zeit (im vorigen
Jahrtausend!) ein paar Zeilen schreiben könnte. Und zwar „auf den
Punkt genau“. Er wollte wissen, wie ich zu Rockabilly als Mode kam,
was mich damals modisch geprägt hat, was typisch und wichtig war.
Das Ergebnis findet man in
Jans Fashion-Blog.
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Schlüsselworte: Rockabilly
Ich nehme an, dass ich nicht der Einzige bin, der es für möglich
hält, dass demnächst alles den Bach runtergeht. Die Wirtschaft und
die Natur und die allgemeine Ordnung. Allerdings mache ich mir
darüber keine Sorgen, sondern bin gespannt, wie genau sich das
abspielen wird und was dann übrig bleibt. Wem das Angst macht: Nach
dem Klick hier gibt es zwei Erkenntnisse, die einem gut gelaunt in
die Zukunft schauen lassen.
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Schlüsselworte: Disco, Techno
Ein verregneter Sonntag, die Arbeit stapelt sich, die Lust, sich an
sie ranzumachen, geht gegen Null. Also genau der richtige Moment,
sich einmal Gedanken zu machen über eines der nach wie vor
wichtigsten Dinge: Techno. Schuld an den Gedanken ist – auch - ein
Interview der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ein Gespräch
mit
Moritz von Oswald, einer bald 50 Jahre alten
„Lichtgestalt des Techno“. Eine ganze Seite ist dem Musiker
gewidmet. Moritz von Oswald ist Bismarck-Ururenkel und hat ein
außertechnoides Musikleben vorzuweisen. Trotzdem stellt sich die
Frage: Was sagt das eigentlich über Techno aus, dass sich die FAZ
so ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt?
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Schlüsselworte: Techno, Moritz von Oswald
Love Family Park – selbst wenn man, wie ich, noch nie da war, kennt
man dieses Festival irgendwie. Was zum Beispiel damit zu tun hat,
dass die Leser der Groove im Jahrespoll den PARK zum besten
Festival des Landes wählten. Der Love Family Park steht in der
Kritik, das ist nicht neu, war hier beim Technoarm
schon einmal im Januar Thema. Neu
aber ist, dass den Kritikern eine Gegenbewegung präsentiert wird
(
mehr dazu auch in der Frankfurter Rundschaut) –
unangenehmes Terrain für die Grünen, die sich selbst normalerweise
als Gegenbewegung sehen oder zumindest einmal sahen, und die die
Hauptkritiker vom PARK sind. Mehr und mehr nerven sie, die
Ökodiktatoren und Spießer im grünen Gewand.
„Save The Park 2012“ jedenfalls nennt sich die Initiative für den
Love Family Park,
sie hat natürlich eine Facebook-Seite und wer
weiterlesen will, was genau die Gründer der Ini fordern, der kann
das hier nach dem Klick tun - ich habe ihren Flyer oldskool-mäßig
abgeschrieben.
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Schlüsselworte: Love
Family Park, Techno, Grüne
Ich mag es sehr, mich mit Techno zu beschäftigen. Techno zu hören
ist, zum Beispiel, großartig. Darüber zu lesen, ist auch großartig,
vor allem, wenn da jemand schreibt, der schreiben kann und im
besten Fall auch noch Ahnung hat – es gibt da zum Beispiel diesen
Technoarm-Blog :-)
Aber das wisst ihr ja bereits, wenn ihr diese Worte gerade lest. Es
gibt allerdings auch den
Trierischen Volksfreund. Von dieser Zeitung dachte
ich a), dass sie Trierer Volksfreund heißt. Und b), dass ich dort
niemals die Überschrift „Was ist eigentlich dieses Techno?“ lesen
würde.
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Schlüsselworte: Techno
Nur ganz kurz noch einmal Loveparade. Es gibt eine etwas seltsame
Facebook-Geschichte: Irgendjemand hat dazu aufgerufen, am 23. Juli
in Berlin an der Siegessäule „Loveparade“ zu feiern. Etliche
tausend Menschen haben ihre Teilnahme zugesagt, aber man weiß ja,
wie das bei Facebook so ist: Zusagen kostet nur einen Klick. Ob
dann wirklich jemand kommt (oder auch sehr viel mehr als die, die
zugesagt haben), weiß niemand. Allerdings steht das ganze im
Berliner
Tagesspiegel, hat also noch mal eine ganz andere
Öffentlichkeit bekommen. Und so könnte es wirklich sein, dass da
auf einmal eine ganze Masse Menschen steht. Gleichzeitig - oder
auch deswegen - geht jetzt eine Diskussion los, ob man nächstes
Jahr, dann also zwei Jahre nach der Katastrophe von Duisburg -
vielleicht wirklich noch einmal eine Loveparade versucht. Dr.
Motte, der Erfinder der Loveparade, den man nicht immer ernst
nehmen muss, hat dazu in seinem eigenen Block
ein gutes Statement verfasst. Alles weitere dann
am Samstag :-)
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Schlüsselworte: Dr Motte,
Loveparade
Im Mittelalter wäre Geir Jenssen wohl auf dem Scheiterhaufen
gelandet. Wegen Hellseherei. Geir Jenssen veröffentlicht seit 20
Jahren anspruchsvolle, ruhige elektronische Musik, die mit der
Genrebezeichnung „Ambient Music“ nur unvollständig beschrieben ist,
meist unter seinem Projektnamen „
Biosphere“. Die neue „Biosphere“-Platte ist ein
Konzepalbum, heißt „N-Plants“ und hat nur ein Thema: Nippons Power
Plants. Auf Deutsch: japanische Kernkraftwerke.
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Schlüsselworte: Biosphere,
Geir
Jenssen, Fukushima, Atomkraft, Japan
Popmusik! Das bedeutete einmal: einreißen und Neues erschaffen,
nach vorne schauen, progressiv und modern und avantgardistisch an
Musik herangehen, innovativ und kreativ. Doch all das ist
massentaugliche Popmusik nicht mehr, behauptet zumindest der
Musikjournalist Simon Reynolds, einer der besten, die die Zunft so
zu bieten hat. „Retromania - Pop Culture's Addiction to its Own
Past“ heißt sein neues Buch, es ist bislang nur auf Englisch
erschienen. Unter anderem heißt es da, „die größte Gefahr für die
Zukunft unserer Musik ist vielleicht ihre Vergangenheit.“ Really,
my friend?
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Schlüsselworte: Simon
Reynolds, Retromania, Pop, Vintage, Retro
Was ist es nur mit den Menschen und dem Tanzen? Und warum können
manche Menschen ihren Körper so dermaßen gut beherrschen und
steuern, andere dagegen sind die kompletten Körperklause? Die Turf
Feinz aus Oakland, die hier im Technoarm schon mal
an anderer Stelle auftauchten,
lassen mich jedenfalls nicht los - die Video haben etwas sehr
schönes und gleichzeitig trauriges an sich. Was wahrscheinlich
daran liegt, dass es meist ziemlich traurige Dinge sind, die sie da
tanzen. Und während ich das schreibe, kommt mir in den Sinn: „Die
tanzen eine Geschichte ... das ist ja wie im modernen Tanztheater.
Nur nicht so scheiße.“
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Schlüsselworte: Tanzen, Turf
Feinz
Was ist los im U60311, dem Frankfurter Techno-Club? Ich weiß es
nicht, weil ich erst einmal da war und das ist jetzt schon über
zehn Jahre her. Aber schon seltsam: Da stirbt ein Gast (ein Brite),
nachdem Türsteher auf ihn eingetreten und -geschlagen haben. Und
auch wenn der Betreiber die Security-Mannschaft, die nicht direkt
bei ihm angestellt war, sofort ausgewechselt haben soll, geht schon
kurz darauf der Feierbetrieb weiter, als wäre nichts gewesen. Wie
wäre es denn mal mit innehalten? Schauen, was schief gelaufen ist?
Oder bin ich jetzt derjenige, der auf dem Holzweg ist und
heuchlerisch Anteilnahme verlangt, die man als Unbeteiligter gar
nicht geben kann?
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Schlüsselworte: U60311, Techno
Themenwoche hört sich vielleicht nicht so sexy an, aber
letztendlich ist es ja das Thema selbst, das so eine Themenwoche
interessant oder langweilig werden lässt. ByteFM, der Sender meines
Vertrauens, schaut eine Woche lang in eine Stadt, die gerne auch
als sterbende Großstadt bezeichnet wird (zum Beispiel von mir),
nach Detroit. Begleitend zur
Sendung, die ich
über die Techno-Szene Detroits mache, hier ein laaaaaaaaaanger
Artikel über meine Trips in die Stadt, über die Erfindung von
Techno, über das Techno-Museum, über Jeff Mills und Blake Baxter
und Juan Atkins und Derrick May und wie sie nicht alle heißen.
Apropos heißen: Heiße Fotos gibt es natürlich auch dazu.
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Schlüsselworte: Detroit, Techno
Der Nahe Osten, die arabische Welt und bis vor kurzem auch noch
Stuttgart sind in Aufruhr. In Berlin vollzieht sich das Wackeln an
den Obrigkeiten auf subtilere Art und Weise.
Wladimir
Kaminer etwa, Wahlberliner und unangefochtener Meister der
Russendisko, wurde jetzt Ziel einer sehr leisen, aber umso
gemeineren Kampagne: Ein Bewohner der nur noch von Deppen und
ahnungslosen Journalisten, die gedanklich stehengeblieben sind,
Castingallee genannten Kastanienallee stellte sein Exemplar der
Russendisko in einen Hauseingang. Und zwar da, wo die Hausnummern
noch einstellig sind!
Dr. Motte war es wahrscheinlich nicht, der wohnt,
soweit ich weiß, gegenüber. Und Subtilität ist ja seine Sache auch
nicht. Jedenfalls stand besagtes Buch
Stunden, wenn nicht gar Tage auf dem Boden, kein Leidensgenosse
weit und breit. Und viele, die vorbeigingen, dachten etwas in der
Art wie „Hmm, mit dem Kaminer ist es jetzt wohl auch vorbei, so
vorbei, wie ich gleich an dem Buch vorbei bin.“ Ob es wirklich so
ist? Ob sich noch jemand des Buches erbarmt hat? Oder landete es
beim türkischen Gemüsehändler, der fast immer auf hat, nur tagsüber
am Sonntag nicht? Fragen, auf die es an dieser Stelle keine Antwort
geben kann.
P.S.: Wie war’s eigentlich bei der Russendisko? Wirklich so toll,
wie es im Buch steht?
Schlüsselworte: Kaminer, Russendisko
Es tut mir leid: Wir müssen die elektronische Musik an dieser
Stelle hinter uns lassen. Zumindest zeitweilig. Denn jetzt geht es
um sie: Clubs, Konzerthallen, manchmal auch nur einfache Kneipen,
in denen Musikgeschichte geschrieben wurde. Legendäre
Veranstaltungsorte wie das
CBGBs in New York – die Keimzelle der Punkmusik! Am
16. August 1974 – acht Monate nach Eröffnung des Clubs, spielten
dort zum Beispiel zum ersten Mal die legendären
Ramones.
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Schlüsselworte: CBGB, Blondie, The Ramones, Punk
Welches war das schönste Techno-Open-Air-Festival des letzten
Jahres? Vielleicht der
Love Family Park in Hanau, jedenfalls haben die
Leser der
Groove
so abgestimmt. Um den Love Family Park gibt es jetzt Ärger: Die
Hanauer
Grünen wollen, dass die Veranstaltung nicht mehr dort
stattfindet, wo sie seit 2001 stattfindet, nämlich unter der
B43a-Brücke auf den Mainwiesen. Ist nämlich ein
Landschaftsschutzgebiet.
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Schlüsselworte: Love
Family Park, Grüne, Techno
Wie war das eigentlich früher, als es noch keinen Walkman, keinen
mp3-Player und keinen Techno gab? Wie sind die Menschen damals
eigentlich Ski gefahren? Fragen, die mir heute durch den Kopf
schossen, als ich auf den frisch verschneiten Pisten im
österreichischen Stubai-Tal unterwegs war. Unter der Mütze die
kleinen, aber soundgewaltigen Ohrstöpsel, in der Tasche einen
kleinen, aber speicher- und batteriemäßig völlig ausreichenden
Player. Er verströmte Dub-Techno und Deep House, während die
Tiefschnee-Ski auf und abseits der Piste ihre Schwünge machten. Das
hat schon etwas poetisches.
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Schlüsselworte: Ski, Musik, Techno, iPod, Schnee
... aber anders, als man es jetzt vielleicht versteht: Dr. Motte,
langjähriges Aushängeschild und irgendwie auch Erfinder der Love
Parade, beteiligt sich zusammen mit den beiden Anwälten Adam
Krawczyk und Rainer Güttler an einer Stiftung für die Opfer der
Love Parade in Duisburg. Getreu dem Motte-Motto „Wir sind eine
Familie“.
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Schlüsselworte: Love
Parade, Dr Motte
Und noch ein Film über die Partyszene in Berlin. Aber etwas anders
als zum Beispiel „Feiern“ oder „We Call It Techno“, den die „Party.
Hard. Work.“-Regisseurin Maren Sextro ebenfalls gemacht hat. Es
geht darin um die Leute, die in Berlin das Clubleben organisieren,
die Macher, die Clubbetreiber, die Besitzer, die Künstler. Wer
steht hinter dem Weekend? Wie ist es entstanden, wie geht es
weiter? Wie lange kann das Golden Gate durchhalten? Und was haben
Modeselektor damit zu tun?
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Schlüsselworte: Techno, Film, 3min
Irgendwie glaube ich immer noch, dass das letzte Wort in Sachen
Bar 25, dieser
legendären Feuer- und Feierstätte am Spreeufer, nicht gesprochen
ist. Irgendwie glaube ich, dass es nächstes Jahr weitergeht.
Irgendwie. Falls dem -irgendwie - nicht so sein sollte oder falls
die Bar wirklich an eine ganz andere Stelle umzieht, gibt es aber
etwas, mit dem sich ewig an sie erinnern kann. Hier wartet ein
großartiges Video, schöne Menschen und ein wunderbarer Track von
Dirty
Doering auf euch: I Would!
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Schlüsselworte: Bar 25, Techno, Dirty
Doering
Wie ist das eigentlich, wenn man in eine neue Stadt kommt, um dort
zu leben? Es kann sehr langweilig sein. Und ein Abenteuer, wenn man
Wash Echte glauben darf. Wash Echte heißt natürlich nicht Wash
Echte, aber der Mensch, der sich hinter diesem Pseudonym verbirgt,
ist ein ziemlich lustig schreibender ... Engländer, Ami,
Australier, jedenfalls schreibt er auf Englisch in seinem Blog
„
Ich
werde ein Berliner“ darüber, wie er uns so sieht - also uns,
die wir in Berlin leben, uns Deutsche. Es geht um unsere Manie in
Sachen Tatort, es geht um deutsche Frauen, unsichere
Möchtegern-Hipster, um Schwaben und Mieten. Und auch um
Techno!
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Schlüsselworte: Techno, Ricardo Villalobos
Gut sieht sie ja aus, findet Jill aus New York. Und auch ihre
Kollegin Talya ist beeindruckt vom zarten hellgrün der zu Schaum
geschlagen Gurken-Joghurt-Suppe. „But why not hot?“ Warum ist sie
kalt? Weil Phillip Patzig und Hayk Seirig es so wollen. Die beiden
kochen in Berlins legendärer Feierstätte, der Bar 25, wenn sie denn
aufhat. Jetzt aber sind sie fast 9000 Kilometer von Berlin entfernt
und kochen in einer Küche in Austin, Texas. Kalte Gurkensuppe,
Berliner Buletten, Schweinebraten und Rote Grütze. Schuld daran
sind vier Buchstaben: SXSW.
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Schlüsselworte: Bar 25, Techno, SXSW, Austin, Texas, Berlin
Immer wieder im Netz auf die gute Frau gestossen (nein, nicht die
vom Foto, sondern vom nach dem Klick zu sehenden Video), schon
hundert Mal gesehen und nach wie vor begeistert. Nicht so sehr von
der „Techno-Oma“, sondern von der ganzen Situation. Wenn man das
einmal dekonstruiert: Wir haben da eine Reihe von mehr oder weniger
hirnlosen „Ravern“ (der Begriff „Raver“ zeigt schon an: Der Autor,
also ich, versucht eine gewisse Abgrenzung zum Gesehenen bzw.
Dekonstruierten zu schaffen), die schon ein bisschen druff sind,
vielleicht auch nur betrunken. Sie tanzen nicht besonders elegant,
sondern haben ein wenig von Tanzbären, die sich nach langer,
erniedrigender Gefangenschaft selbst überlassen wurden.
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Schlüsselworte: Techno, Tanzen, Jugendkultur
Ein Club ist wie der andere, richtig? Falsch! Aber das merkt man
immer erst dann, wenn man wirklich mal da gewesen ist. Dank eines
Journalistenprogramms war ich gerade ein paar Wochen in den USA,
einige Tage auch in Washington. Dort gibt es seit Jahren (seit
1995) einen Club namens 18th Street Lounge (ja, er ist in der 18.
Straße, ja, er ist eher Lounge als Club). Er gehört, zumindest zum
Teil, den beiden Downbeat-Bastlern von der Thievery Corporation.
Und wenn man Glück hat, dann sind sie auch selber in der ESL
(Abkürzung, auch für das dazugehörige Plattenlabel).
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Schlüsselworte: 18th Street Lounge, Club, USA, Thievery Corporation, Musik
Man merkt: Bei der Bunte-Kuh-Wahl am 27. September geht es wirklich
um jede Stimme. Die Parteien sind sogar so verzweifelt, dass sie
glauben, Wähler zu gewinnen, wenn sie sich für oder gegen Techno
stark machen. So wie Ingo Schmitt, gesehen in Berlin. Oder sollte
das doch wieder eine Art von Wahlplakateverstümmelung sein? Es
scheint nämlich jeweils der selbe Layouter am Werk gewesen zu sein.
Bei den verschiedenen Schmitt, Ingo-Plakaten wäre das ja noch
logisch zu erklären:
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Schlüsselworte: Wahlkampf,
Techno
Sehr schöner Wettbewerb, den
Worth 1000 da anrichtet: Schauspieler, Sänger,
Promis etc., die man zu Zombies photoshoppen soll. Mit dabei:
Michael Jackson, der natürlich als Zombie sehr viel besser aussieht
als zu Lebzeiten. Und die ganzen anderen Scheintoten von Brad Pitt
bis zu Pink. Mein Favorit, von Jacko einmal abgesehen: Harry
Potter. Leider keine Techno-Helden oder Star-DJs dabei. Aber die
sind ja auch keine Promis. Jedenfalls nicht in Photoshophausen.
Schlüsselworte: Zombie, Michael Jackson, Photoshop
Zwei ältere Frauen tanzen miteinander. Das ist lustig. Niedlich.
Ein bisschen schräg. Und ich bin ein bisschen traurig, dass es
nicht meine Oma ist, die da mit ihrer Freundin tanzt. Dann geht die
Musik los. Die ist alles andere als lustig. Eher was für Deppen und
pubertierende Orang-Utan-Klause, Tankstellen-Raver und
Umland-Technos. Atzenmusik. Und da freue ich mich dann doch, dass
meine Oma nicht mehr tanzen kann.
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Schlüsselworte: Tanzen, Atzen-Techno, Deppen-Techno, Alt
Kleiner Bericht über einen Gasangriff letze Woche: War eigentlich
schon zu Hause, es war kurz nach Mitternacht, da sprach der
Rave-Teufel: „Los, geh tanzen! Alleine!“ Na ja, was der Teufel
sagt, ist Befehl! Erst ins „hier & jetzt“ (so neu, hat noch
nicht einmal eine Internetadresse, aber eine reale: Rheinsberger
Ecke Brunnenstr), dann ins „Delicious Doughnuts“ (ganz schön dunkel
da, ganz schön housig gewesen), dann ins „Weekend“ (immer noch der
beste Sonnenaufgang Berlins, da auf der Terrasse) und dann in die
Bar.
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Schlüsselworte: Bar 25, Techno, Türsteher,
Drogen,
Gestank