Vor einem Jahr gab es sie noch gar nicht, die amerikanische Band
„Polica“. Mittlerweile wird sie als das nächste große Ding
gehandelt. Hype-Alarm also – aber hat Polica das auch verdient?
Klar, haben sie! Give You The Ghost heißt die Platte, die jetzt
auch bei uns im Laden steht.
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Schlüsselworte: Polica
Die Formulierung „Teil 1“ in der Überschrift deutet es ja schon an:
Hier beginnt gerade etwas Neues. Aufregendes. Überraschendes. Und
zwar nicht nur hier auf der Technoarm-Seite, sondern auch im Radio.
Aus meinen überquellenden CD- und Plattenregalen werden noch einmal
die wichtigsten, schönsten, besten Alben oder 12-Inches
herausgekramt. Hier im Technoarm dann die Analyse, die von „Einfach
nur grandios“ bis hin zu einem mehrseitigen Aufsatz reichen kann.
Und dann in meiner Sendung „Electro Royale“ bei ByteFM die
dazugehörige Musik, zwei bis drei Tracks. Den Anfang macht ein
Album aus dem Jahr 2000: Solaris von
Photek.
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Schlüsselworte: Photek,
Solaris
Schlüsselworte: David
Guetta
Einer, der mich schon eine ganze Weile begleitet: Der Berliner
Produzent und DJ
Sascha Funke. Schon komisch: Alle Welt - auch
hier
beim Technoarm - hat über das Pärchen-Album von „Dapayk &
Padberg“ geschrieben, aber auf „Unknown“ von Sascha Funke und
seiner Frau Julienne Dessagne musste ich zufällig stoßen – kaum
irgendwo war etwas darüber zu lesen. Vielleicht liegt es daran,
dass hier kein TV-bekanntes Model mitwirkt. Aber ungerecht bleibt
es: „
Saschienne“ machen nämlich die bessere Musik! Sehr
atmosphärischer, melancholischer und, um mal wieder mein
Lieblingswort herauszukramen, deeper Tech-House trifft auf
poppig-ruhiges Songwriting. Sascha Funke, übrigens ein alter Buddy
von Paul Kalkbrenner, hat sich nie in den Vordergrund gedrängt. Das
tun er und seine Frau auch jetzt nicht. Aber gerade das ist die
Stärke von „Unknown“.
Schlüsselworte: Saschienne, Sascha Funke
Jetzt, wo der April schon fast vorbei ist, kommt doch noch der
bislang zurückgehaltene Monats-Haiku vorbeigerauscht. Ich hätte es
wohl nicht mehr hinbekommen, aber ein ausgesprochener Japan- und
Lebenskenner hat den Job für mich übernommen. Nur noch mal zur
Erklärung: Fünf Silben, sieben Silben, fünf Silben, das ist das
richtige Haiku-Versmaß, damit glauben die Japaner alles ausdrücken
zu können. Mensch, dass ich das noch mal erleben darf: Wirklich der
erste Gast-Haiku beim Technoarm.
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Schlüsselworte: Haiku
Als Berliner, der in Charlottenburg groß geworden ist und den es
irgendwann nach Mitte verschlagen hat, grüble ich seit Jahren über
diesem Namen: Mittekill. Er stammt aus einer Zeit, als Berlin
wirklich nur aus „Mitte“ zu bestehen schien und das jeden nervte –
nun ja, fast jeden, die damals noch „Mitte-Boys“ und –„Girls“
genannten Hipster ausgenommen. Jetzt, wo es ein neues
Mittekill-Album gibt, darf ich weiter grübeln - und noch einmal
über die Vergangenheit nachdenken.
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Schlüsselworte: Mittekill
Ein Selbstversuch: Ich will über die Zukunft schreiben. Das haben
vor mir schon andere gemacht. Und auch das, was ich über diese
Zukunft zu sagen habe, ist nicht unbedingt neu. Ich erhoffe mir
aber - Achtung, Pathos! - nichts weniger als einen Moment der
Erleuchtung. Meine eigenen Gedanken, schwarz auf weiß
niedergeschrieben, sollen einen Zustand der Ignoranz beenden: Nicht
nur wissen, dass alles anders wird. Sondern sich auch wirklich
darauf einstellen. Könnte von Vorteil sein. Wanna join me?
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Schlüsselworte: Intelligenz, Musik, Medien
Es ist offensichtlich, dass manche Leute „ihren“ Club als ihr
Wohn-, an besonders heftigen Wochenenden sogar als ihr Schlafzimmer
begreifen. Aber eigentlich sind Club und Zuhause natürlich zwei
völlig verschiedene Sachen. Musik, die am einen Ort funktioniert,
passt so gar nicht zum anderen. So viel theoretische Vorbetrachtung
ist nötig, will man sich der Mix-CD von Fritz Kalkbrenner, dem
kleinen Bruder vom Star-Produzenten Paul Kalkbrenner, richtig
nähern. Denn so gerne es Fritz vielleicht hätte: Im Club dürfte
seine „Suol Mates“ nicht richtig durchstarten – dazu ist sie
nämlich viel zu durchdacht und wechselhaft, nicht „gerade“ genug.
Abseits der Tanzfläche aber sieht das ganz anders aus: Fritz
Kalkbrenner offenbart seine beiden großen Leidenschaften, den Soul
und den warmen TechnoHouse und führt sie auf ziemlich einzigartige
Weise zusammen. Eine Reise von Detroit nach Berlin, bei der man
nicht nur tausende Kilometer überbrückt, sondern auch einige
Jahrzehnte.
Schlüsselworte: Fritz Kalkbrenner
Was der Planet hier rechts zu suchen hat? DER Planet eigentlich
nichts, aber ein Planet schon: So hieß nämlich vor gut 20 Jahren
einer der spannendsten Clubs, die Berlin zu bieten hatte. Ja, ein
Techno-Club. Er spielt eine kleine Rolle im Buch „Der Klang der
Familie“, das Svent VT und Felix Denk gerade veröffentlicht haben:
Berlin, Techno und die Wende, heißt es im Untertitel. Die
Geschichte der elektronischen Tanzmusik nicht nur in Deutschland.
Und fast alle kommen sie zu Wort, die damals ein Wörtchen
mitzureden hatten. Dr. Motte, Westbam, Tanith, Paul van Dyk, Mijk
van Dijk, Rok, Jauche, Wolle XDP und viele viele andere.
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Schlüsselworte: Techno
Soulig-gefühlvoll und gleichzeitig elektronisch geht es auf „Hotel
Amour“, dem neuen Album von Terranova zu. Die Älteren werden sich
erinnern: Das Berliner Projekt Terranova tanzte in den 90ern mit
trip-hoppigen Sound in der ersten Reihe mit und tauchte danach
regelmäßig mit immer wieder veränderten Klängen auf. Die letzten
Jahre aber blieb es ruhig, Terranova schien auf dem Friedhof der
elektronischen Musik seine Gruft bezogen zu haben. Jetzt aber hat
Fetisch, verbliebenes Terranova-Urgestein, noch einmal
zugeschlagen, alte Weggefährten reaktiviert und gemeinsam mit dem
Produzenten &Me ein neues Album fabriziert. Keine
Zombie-Veranstaltung, wie man vielleicht denken könnte, auch kein
Alterswerk, sondern eine mal fluffig-locker, mal düster-dichte,
coole Platte – für mich die beste seit dem Debüt „Close The
Door“.
Schlüsselworte: Terranova
Überwältigend, wie
immer.
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Schlüsselworte: Deichkind
Woher nur? Woher, woher, woher? Seit einigen Tagen werde ich immer
wieder seltsam angeschaut. Ich laufe nämlich mit meinem alten
Walkman herum. Damals der beste, den Sony so herstellte (kostete um
die 300 Mark), heute nur noch ein seltsames Relikt. Aber es hat
einen Grund, warum ich einen auf Tape-Connoisseur mache: Ich höre
mir alte Cassetten an, auf denen sich mitgeschnittene
Techno-Radio-Shows von Anfang der 90er finden. Auf einem dieser
Tapes stieß ich mal wieder auf den Satz „Music for those who know“,
den ich mir, Ironie der Walkman-Geschichte, auf die Rückseite
meines iPods eingravieren ließ. Ein Zitat, das noch weiter geht:
„Music for those who know. Punishment for those who don’t.“ Aber
woher stammt es nur?
Jeff Mills?
Underground
Resistance?
Mad Mike Banks? Ich würde sagen, es stammt von Jeff
Mills. Aber ich weiß nicht, von welcher Platte und stehe ein wenig
hilflos da. Da hilft nur, in die Runde zu fragen: Wer kennt es, wer
kann helfen?
Schlüsselworte: Jeff
Mills, Underground Resistance
Wenn Promis singen, dann geht das mindestens ebenso oft schief wie
gut. Mr. Spock und Captain Kirk, Scarlett Johansson, die
Fußball-Nationalmannschaft – sie alle haben es probiert und sind
dabei ziemlich unterhaltsam gescheitert. Dem Model Eva Padberg, das
sich gerade als Heidi-Klum-Ersatz im Fernsehen versucht, hätte mit
ihrer nicht sehr kräftigen Stimme ähnliches passieren können. Doch
davor bewahrte sie ihr Mann, der in Berlin lebende Techno-Produzent
Niklas Worgt.
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Schlüsselworte: Dapayk & Padberg, Eva
Padberg, Heidi Klum
Seit knapp einer Woche bewege ich mich also auf dem riesigen
South-by-Southwest-Festival
in Austin. Keine Ahnung, warum ich als gar nicht an Götter
glaubender Mensch ausgerechnet die christliche Symbolik bemühe, um
die einzelnen Tage mit der passenden Überschrift zu versehen.
Vielleicht hat das amerikanische Pathos abgefärbt und ich will mich
wichtiger machen als ich bin. Das Stimmungs-Hin-und-Her lässt sich
so aber ganz gut beschreiben. Heute jedenfalls ist letzter Tag in
Texas. Und leider auch St. Patricks Day, was bedeutet, dass zur
Mischung aus Karneval und Love Parade auch noch eine Art
Fußballatmosphäre hinzukommt. Jedenfalls auf der Kneipenmeile 6th
Street. Aber da bin ich ja gar nicht.
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Schlüsselworte: SXSW
So langsam lässt die Energie nach: Musik von allen Ecken und Enden,
Austins Kneipenmeile, die 6th Street, eine Mischung aus Fasching,
Love Parade und Großraumdisco, eigentlich auch schon alles gesehen
und gehört, was ich unbedingt sehen und hören wollte. Nur ein
öffentliches langes Interview mit Nas steht noch aus. Und
vielleicht das Aussie Barbecue mit einer Reihe von australischen
Bands. Aber das alles kommt erst noch - am vierten Tag vom
South-by-Southwest-Festival stand erst einmal Eigeninitiative an.
Und eine Reihe von deutschen Bands. Das eine ließ sich vom anderen
nicht trennen.
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Schlüsselworte: SXSW