Da ist es also, das neue
Daft-Punk-Album. Ganz schön viel Wind bei Facebook
& Co! Und ziemlich schnell dann auch die ersten Urteile: Nicht
gut, irgendwie lahm, langweilig, enttäuschend. Außer natürlich
dieser eine Track namens .... (bitte an dieser Stelle beliebigen
Namen eintragen. Da wurden etliche genannt), der sei nämlich doch
sehr gut! Als dann heute, zwei Tage vor der offiziellen
Veröffentlichung, der Stream von der Plattenfirma ankam, machte ich
mich auf Grausiges gefasst. Und wurde komplett überrascht. Daft
Punk? Da steh ich drauf, nach wie vor. Warum? Na darum:
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Schlüsselworte: Daft
Punk, Random Access Memories
Return of the oh so famous Rubrik „Techno auf der Straße“. Ist ja
schon ein ganzes Weilchen her. Und so richtig fleißig war ich da
offenbar auch nicht, wenn wir jetzt erst bei Nr. 7 sind. Aber da
hier beim Technoarm, wo ich ja Chef und gesamtes Personal in einer
Person bin, das Lustprinzip reagiert und nicht die
Zwangsversteigerung, mache ich es grad so, wie es mir gefällt. Und
da gefällt mir jetzt eben in der Kastanienallee in Berlin-Mitte
entdecktes Plakat: Hotze (der bemitleidenswerte, von
Bringmann und Kopetzki
erfundene und gezeichnete Partygänger) und die
Wilde Renate (ein Club, der
so heißt, darf gar nicht näher erklärt werden - so wird der Mythos
bei allen, die noch nie da waren, immer größer!) dachten sich da,
sie versuchen es mal miteinander. Und so soll es ja auch sein.
Also:
Party am 23. Mai 2013: vermutlich gut, weil auch mit
Lesung. Plakat: gut. Kastanienallee: war schon mal besser (aber
auch schon mal schlechter). Meine Laune: auch gut. Techno auf der
Straße? Sehr gut!
Schlüsselworte: Techno
Die elektronische Tanzmusik, im Volksmund auch Techno genannt, hat
in den deutschen Albumcharts nicht viel zu melden. Ab und zu
verirrt sich mal ein DJ Antoine oder einer von den anderen
Rummelplatz-Bummsköpfen in die Top-10, aber da denkt man dann ja:
Lieber gar kein TechnoElectro als so was! Trotzdem: Es gibt ja auch
ein Leben neben dem elektronischen („Niemand ist eine Insel!“). Und
irgendwie hat es eine ungemein reinigende und erfrischende Wirkung,
sich über das, was sich in Deutschland gut verkauft, aufzuregen.
Oder, eher selten, sich auch mal zu freuen. So wie jetzt: deutsche
Album-Charts der Woche, fachkundig (!) kommentiert.
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Schlüsselworte: Charts
Die
De:bug
begleitet mich schon ziemlich lange. Wenn ein neues Exemplar in
meinem Briefkasten liegt, dann ist das meist ein Anlass zur Freude,
geärgert habe ich mich noch nie. Kann mir auch nicht vorstellen,
dass das mal passieren wird: Diese Mischung aus relevanten Themen
aus dem Hier und Jetzt oder sogar von morgen plus elektronische
Musik und Cubkultur ist genau mein Ding. Auch im neuen Heft. Großes
Thema: Was kommt nach Touch-Interfaces? Ich muss dann immer gleich
an Science-Fiction-Filme denken und wie sie da in der Luft
Grafiken, Fotos, Karten, Videos hin- und herschieben. Aber ganz so
einfach ist es dann doch nicht. Außerdem soll es ja sehr
anstrengend sein, die ganze Zeit seine Arme unnatürlich hoch zu
halten. Spricht also nicht gerade dafür. Aber die De:bug weiß mehr.
Und sonst so? Mike Skinner, Miles, Bicep, Miles Whittaker,
Frankfurter Musikmesse und ein bisschen Mode. 4€. Gefällt mir.
Schlüsselworte: De:Bug
Deep House. Was genau soll das eigentlich sein? Zu meiner Schande
muss ich gestehen: Ganz genau weiß ich das selbst nicht zu
definieren, auch wenn ich den Begriff immer und immer und immer
wieder in den Mund nehme, meist in einer meiner
Radioshows. Auch mein
Technolexikon und
Wikipedia helfen nicht weiter. Denn, klar, dass es
House Music mit etwas tiefsinnigerer Anmutung (Technolexikon) oder
eine langsamere und melodieorientierte Stilart des House ist
(Wikipedia), das hilft einem auch nicht so richtig weiter. Was
allerdings helfen könnte: Am Samstagabend ab 20 Uhr
Electro Royale auf ByteFM hören. Denn dann spiele
ich einfach zwei Stunden lang Tracks, die für mich deep und house
und damit Deep House sind. Und dazu erzähle ich auch noch was. Das
Motto der Show: Deep House, tiefer als der Mariannengraben. Fein,
oder? Also hier noch mal zum Mitschreiben: Samstag, 11. Mai, 20 bis
22 Uhr, Electro Royale mit Martin Böttcher auf
ByteFM. Tune in!
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Schlüsselworte: Deep
Musikjournalisten lieben Schubladen – und Musiker, wenn es denn
nicht um sie selbst geht, ja eigentlich auch. Kein Wunder also,
dass ständig neue Genres mit möglichst griffigen Namen erfunden
werden. Electroclash war so ein Modebegriff, dahinter verbarg sich
elektronische Musik, in der Gitarren und New Wave auf moderne
Produktionsmöglichkeiten trafen. Punk plus elektronische Tanzmusik,
wenn man so will. Zufall oder nicht: Gleich drei Protagonisten der
10, 15 Jahre alten Bewegung haben jetzt neue Alben veröffentlicht.
Die Französin Caroline Hervé alias Miss Kittin ist wohl die
bekannteste.
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Schlüsselworte: Electroclash
Ick weeß ja ooch nich: Spielen die Charts überhaupt noch eine
Rolle? Wenn ja, dann kann dem musik- interessierten Menschen Angst
und Bange werden: Unglaublich, was sich da alles an Mist in der
Gruppe der meistverkauften und -downgeloadeten Alben findet. Aber
auch immer wieder krasse Alben, die so fern vom Mainstream sind,
dass man sich fragt, ob Middle-of-the-Road-Radiosender wirklich so
richtig liegen. Platz 1? Dreck. Aber bitte selber checken.
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Schlüsselworte: Charts
Vielleicht hat es sich schon rumgesprochen: Ich bin großer Fan von
Vegard Vinge und seinem
Extremtheater.
Und jetzt gab es endlich Neues von ihm und seiner Mitstreiterin Ida
Müller (ein Mensch namens
Trond
Reinholdtsen mischt auch mit, ich glaube, er sorgt für
Geräusche und Musik). Große Verwirrung jedenfalls bei der Premiere
ihres neuen Stücks, wie gehabt im Prater der Berliner Volksbühne
angesetzt. „Das 12-Spartenhaus“ heißt das Ganze. Und was soll ich
sagen? Grande Enttäuschung bei dieser Premiere. Dreieinhalb Stunden
durften wir im Foyer ausharren und wurden dann nach Hause
geschickt, ohne dass sich die Türen zu Zuschauerraum und Bühne
geöffnet hätten. Schlauer (also in Sachen „Was ist eigentlich ein
12-Spartenhaus?“) war danach auch keiner.
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Schlüsselworte: Vegard
Vinge, 12-Spartenhaus, Theater
Wasser ist ein ganz besonderer Stoff: Der einzige zum Beispiel, der
auf der Erde in natürlicher Form in allen drei Aggregatzuständen
vorkommt: flüssig, fest, gasförmig. Was das mit dem Technoarm zu
tun hat? Ein bisschen: Heute Nacht in der
„Tonart Club“ im Deutschlandradio
Kultur (kurz nach 2 bis 5) spiele ich jede Menge Tracks, die Wasser
in sich haben. Denn die Clubmusik, zumindest die, die sich für
elementare Wahrheiten interessiert, hat Wasser immer wieder
thematisiert: Zum Beispiel in den afro-futuristischen Phantasien
des Unterwasser-Projekts Drexciya, dessen Werke gerade neu
abgemischt noch einmal veröffentlicht werden. Oder im „Underwater
Dancehall“ des englischen Dubstep-Produzenten Pinch. Oder, ganz
aktuell, in Songs der kühlen Garage-Soul Diva Jessie Ware und des
US-Bass-Music-Projekts Sepalcure. Sie alle und viele mehr sind
heute Nacht ab kurz nach zwei zu hören Also: eingetaucht!
Schlüsselworte: Wasser,
Techno