Plattenkritikzeit hier beim Technoarm! Die Älteren werden sich
erinnern an den „second summer of love“. Er kam 20 Jahre nach dem
ersten Liebessommer, 20 Jahre nach Hippie und Flower Power und dem
ganzen Zeugs. Er hatte mit elektronischer Musik zu tun, mit Drogen
und mit dem lieblichen runden Grinsegesicht namens Smiley. Eine
Platte von
Poker Flat Recordings verbeugt sich noch einmal vor
1988 und der musikalischen Revolution, die damals vor der Tür
stand.
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Schlüsselworte: Steve
Bug, Smiley, Acid
Ich bin mir ziemlich sicher, dass
David
Guetta schuld ist. Schuld daran, dass
Simon
Cowell eine TV-Show plant, in der „The World’s Greatest DJ“
gesucht wird. Simon Cowell, das ist der, der bei Britain’s Got
Talent, The X Factor und American Idol in etwa die gleiche Rolle
spielt oder gespielt hat wie Dieter Bohlen bei DSDS und der in
seiner Heimat England noch ein bisschen mehr verachtet wird als
Bohlen bei uns, was daran liegen dürfte, dass in Großbritannien
Popmusik noch was bedeutet. Cowell jedenfalls sagt, DJs seien die
neuen Rockstars.
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Schlüsselworte: DJ
Da ist sie also wieder … die neue Ausgabe der Raveline! Raveline?
Raveline? Wie jetzt, die Raveline war doch pleite? Genau: WAR.
Jetzt ist sie wieder da, nur eine einzige Ausgabe fiel aus. Was
genau sich hinter den Kulissen abspielte, ist mir nicht so ganz
klar. Von Schulden in Höhe von
800.000 Euro war die Rede, sogar
der Facebook-Account wurde aufgegeben bzw. musste aufgegeben
werden. Stand ja auch schon mal hier beim Technoarm.
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Schlüsselworte: Raveline
Eigentlich müssten die folgenden Sätze mit „Möge die Macht mit dir
sein!“ anfangen. Aber, hey, das ist ja ein total abgelutschter
Satz! Also fangen wir einfach so an: Schön, womit manche Menschen
so ihre Zeit verbringen.
Casey Pugh zum Beispiel. Er hat einen neuen
Star-Wars-Film veröffentlicht. Die Geschichte kennt man allerdings,
es ist die vom allerersten Krieg-der-Sterne-Film aus dem Jahr 1977.
Nur haben hier hunderte von unterschiedlichen Amateur-Filmern
jeweils 15 Sekunden des Original-Movies nachgedreht. Zum Teil sehr
lustig, zum Teil sehr amateurhaft, mit Kindern, Tieren, als
Zeichentrick oder mit Lego-Figuren. Und obwohl (oder vielleicht
gerade weil) sehr dilettantisch, sind das alles andere als
verschwendete zwei Stunden, die man mit dem Ganzen verbringen kann.
Auch die kleinen Technomomente, wenn zum Beispiel
Sturmtruppen-Soldaten auf einmal anfangen zu tanzen.
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Schlüsselworte: Star
Wars
In Berlin wird gestritten. Wieder einmal. Und wieder einmal um die
Clubs. „Erst wenn die letzte Eigentumswohnung verkauft, das letzte
Dachgeschoss ausgebaut und der letzte Freiraum zerstört ist, werdet
ihr feststellen, dass der Prenzlauer Berg die Kleinstadt geworden
ist, aus der ihr geflohen seid.“ - mit diesem Plakat protestiert
der „Klub der Republik“ gegen seine Schließung – am 19. Januar
begann dort die zehntägige Abschiedsparty: Am 29. Januar heißt es:
Last Party Before Abrissbirne. Jahrelang hat man sich mit dem Ruf
der Hauptstadt des Feierns geschmückt. Und nun schließt ein Club
nach dem anderen.
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Schlüsselworte: Clubsterben
Bei uns ist die englische Band „The Big Pink“ eine unter vielen –
unter sehr vielen. In ihrer Heimat kann sie zwar auch nicht auf
großartige Chartsplatzierungen zurückschauen, aber eine Zeit lang
wurde sie vom britischen Musikmagazin NME so umschwärmt, dass man
vermuten musste: Robbie Furze und Milo Cordell, die beiden
Bandmitglieder, haben durchaus das Zeug, groß zu werden. Jetzt sind
sie The Big Pink mit neuem Album wieder da und haben jede Form von
Bescheidenheit abgelegt: Man will auf die großen Festivalbühnen und
hat jede Menge Hymnen im Gepäck.
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Schlüsselworte: The
Big Pink
Das schwierigste an den Haikus, diesen nach japanischem Versmaß
geschriebenen kleinen Gedichten, die hier jeden Monat stehen, sind
mittlerweile nicht mehr die Zeilen selbst. Sondern dieser Vortext.
Wie viel soll noch erklärt werden, ab wann wird es langweilig (für
die, die den Technoarm regelmäßig lesen)? Eine Gradwanderung,
genau, die jedes Mal aufs Neue mit dem inneren Schweinehund und dem
gesunden Menschenverstand unternommen werden muss. Diesmal nur ganz
kurz: fünf Silben, sieben Silben, fünf Silben - fertig ist das
Mondgesicht und einer ist nicht mehr ansprechbar.
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Schlüsselworte: Haiku, Schlaf
Umweltschutz hin, Farbe der Hoffnung her: Wenn es im Hip Hop um die
Farbe „Grün“ geht, dann kommen zwei ganz andere Dinge in Frage:
Geld oder Gras. Im DEUTSCHEN Hip-Hop, wo der grüne Dollar selten
Thema ist, bleibt nur das Gras – und zwar das Gras, das unter das
Betäubungsmittelgesetz fällt. Grüner Samt heißt das neue Album des
Rappers „
Marsimoto“, sein
zweites unter diesem Namen, insgesamt sein viertes. Dubbig und
elektronisch, schräg und verkifft.
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Schlüsselworte: Marsimoto, Marteria
Auch wenn ich weiß, dass 2012 die Welt nicht untergehen wird
(
weil Marty McFly nämlich ins Jahr 2015 reiste),
beeindruckt es mich sehr, was unter
zombocalyp.se zu sehen ist. Macht die ganze
Sache mit dem nahenden Ende sehr greifbar. Aber was das mit Zombies
zu tun hat? Ich weiß es nicht. Aber habe ja meine eigenen Theorien.
Hier und
hier zum Beispiel.
Schlüsselworte: Zombie
Blau sieht sie aus, die neue De:Bug. Außen und innen. Mit zu viel
Alkohol hat das aber nicht so viel zu tun. Aber eine ganze Menge
mit einem ganz bestimmten Designverständnis, das die Berliner
Musikzeitschrift mit denen teilt, über die sie schreibt. Und das
sind in dieser Ausgabe unter anderem ... ja, das verrate ich
gleich.
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Schlüsselworte: De:Bug
So also fängt das neue Jahr an: Mit Agonie und Antriebslosigkeit.
Dagegen hilft nur Schein-Enthusiasmus und Selbstzwang. Und die
führen zu diesem Artikel, der so tut, als würde er sich richtig
aufregen, dabei arbeitet er sich nur ein wenig an Belanglosigkeiten
ab. Trotzdem Lust auf Weiterlesen? Aber ich habe euch gewarnt!
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Schlüsselworte: Klangspektrum, Florian Meindl
Weiter geht es mit dem lustigen Verwirrspiel, das die
Musikzeitschriften pflegen. Pflegen müssen, vermute ich mal: Die
neue Groove für Januar und Februar 2012, also das neue Jahr, kommt
Mitte Dezember und schaut auf das alte Jahr zurück. Das aber gut.
Weil mit viel Ahnung.
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Schlüsselworte: Groove,
Maya Jane Coles
David
Guetta, David Guetta, David Guetta ... 2011 führten so viele
Wege über und zu dem französischen DJ, so dass man denken konnte,
das Ende der anspruchsvollen Popmusik sei angebrochen. Fast das
ganze Jahr über standen immer gleich mehrere seiner Songs in den
Charts und zwar nicht nur in Deutschland. Das bleibt nicht ohne
Folgen, leider.
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Schlüsselworte: David
Guetta
Es gab in diesem Jahr viele kleinere Themen in der Musik – und ein
großes, das den Diskurs bestimmt hat: Die Retrofixiertheit der
Popmusik. Hat sich ja auch der Technoarm
schon mit
beschäftigt. Der britische Musikjournalist Simon Reynolds ist
dafür verantwortlich, er hat das entsprechende Buch dazu
geschrieben: Retromania. Und mit ihm konnte ich jetzt zum
Jahresende endlich persönlich sprechen.
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Schlüsselworte: Retromania, Simon Reynolds
Seit es den Technoarm gibt, gibt es auch Haikus auf dieser Seite:
Kurze Dreizeiler, in denen sich (im Idealfall) die gesammelte
Weisheit der Welt wiederfindet. Wenn es nicht so gut läuft, dann
offenbart sich in ihnen nur die Dummheit des Schreibers. Also meine
Dummheit. Fünf, sieben, fünf Silben werden benötigt, fertig ist das
Haiku. Und bevor der Dezember nun endgültig vorbei ist, kommen
diese Silben jetzt.
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Schlüsselworte: Haiku